Gemeindepflegehaus Rechberghausen

 

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Eine große und eine schöne Aufgabe

Sven Lüngen als weiteren Geschäftsführer im Alexander-Stift eingesetzt

Eine große und eine schöne Aufgabe











Zusammen mit dem Vorstand (von links) Pfarrer Rainer Hinzen und Heiderose Maaß versammelte sich die "geballte Kompetenz" der Altenhilfe der Diakonie Stetten in Neufürstenhütte: die Geschäftsführer Sven Lüngen, Helmut Reder und Günther Vossler. (Foto: Thomas Wagner)



Großerlach – Das Alexander-Stift hat einen weiteren Geschäftsführer. Mit einem feierlichen Festakt wurde Sven Lüngen in Großerlach-Neufürstenhütte in sein neues Amt eingeführt.
„Mit seinen Kenntnissen aus dem Bereich der Altenhilfe und unternehmerischen Führungsqualitäten wird Herr Lüngen gemeinsam mit Geschäftsführer Günther Vossler zur positiven Weiterentwicklung des Alexander-Stiftes und zur Vernetzung der Angebote für Senioren innerhalb der Diakonie Stetten beitragen. Wir freuen uns sehr, dass wir diese wichtige Position in unserer Einrichtung mit einem erfahrenen Fachmann besetzen können“, betonen die beiden Gesellschafter des Alexander-Stifts, die Diakonie Stetten und die Stiftung Bessarabien. Sven Lüngen hat Sozialpädagogik und Betriebswirtschaft studiert und war seit November 2009 als Assistent von Pfarrer Rainer Hinzen, Vorstandsvorsitzender der Diakonie Stetten e.V., tätig. Seit 1. April ist er nun im Alexander-Stift. Im April 2008 schlossen sich die Diakonie Stetten und das Alexander-Stift zusammen. Es entstand die Alexander-Stift-GmbH unter dem Dach und der Führung der Diakonie Stetten.

„Der Chef ist Gott“

„Werde ich meinen Aufgaben gerecht?“ Pfarrer Heinrich Kuttler begann seine Predigt mit der Frage, die sich jeder Mensch, und ganz besonders der, der eine neue Aufgabe übernimmt, immer wieder stellt. Und der, der sich diese Frage stellt, will natürlich alles gut und richtig machen. Bringt seine Kompetenzen und sein Wissen ein, ist aber gut beraten, wenn er dabei immer weiß, dass er alleine nicht verantwortlich ist, nicht verantwortlich sein kann. „Der Chef ist Gott“, sagt Pfarrer Kuttler, „erst durch Gottes Gnade sind wir, was wir sind“. Und auch für einen weltlichen Geschäftsführer gilt das Wort: „Dienet einander, ein jeder mit der Gnade, die er empfangen hat“.

Herzlichst begrüßten die Vorstände der Diakonie Stetten, Pfarrer Rainer Hinzen und Heiderose Maaß den neuen Geschäftsführer Sven Lüngen. Drei Wünsche gab Hinzen dem Neuen mit auf den Weg geben: Gesundheit, Glück und Liebe in der Familie und den Segen Gottes. Dazu Menschen, die ihn auch an seine Grenzen erinnern und darauf achten, „dass er sorgsam mit sich umgehe“. Es ist eine „große Aufgabe, die sie übernehmen“, betonte Rainer Hinzen. Das Alexander-Stift ist in den letzten Jahren zum größten Altenhilfeträger des Rems-Murr-Kreises gewachsen und darüber hinaus noch in drei weiteren Landkreisen aktiv.

Von der Barmherzigkeitsanstalt zum Gemeindepflegehaus

Das Alexander-Stift steht in der Tradition der bessarabischen Diakonie und ist über die Stiftung Bessarabien mit seinen Wurzeln verbunden. Werner Schäfer, Stiftungsratsvorsitzender der Stiftung Bessarabien und gleichzeitig Bundesgeschäftsführer des Bessarabiendeutschen Vereins, führte die Festgäste in die wechselvolle Geschichte des Alexander-Stifts ein. Gegründet 1865 als „Barmherzigkeitsanstalt“ in Sarata ist die Geschichte des Alexander-Stifts eng mit der Geschichte der Bessarabien-Deutschen verbunden. Nach dem 2. Weltkrieg sind die meisten Bessarabien-Deutschen nach Umsiedlung und Flucht in Württemberg gelandet. Hier, genauer in Neufürstenhütte, schafften sie einen Ort, an dem ihre Landsleute ihren Lebensabend verbringen konnten. Heute sind die Häuser des Alexander-Stiftes offen für alle und mit dem Konzept der Gemeindepflegehäuser Vorreiter neuer Ideen im Bereich der Altenpflege.

Die Gemeindepflegehäuser und Einrichtungen des Alexander-Stifts sind eng mit den Gemeinden verbunden. Großerlachs Bürgermeister Christoph Jäger bezeichnete das Alexander-Stift in Neufürstenhütte als „einen untrennbaren Teil unserer Gemeinde“ und auch Kollege Frank Horneck, Bürgermeister aus Kirchberg an der Murr, der für die Standortgemeinden sprach, versicherte Sven Lüngen, dass „unsere Türen offen stehen“.

Rucksack mit Erwartungen voll

Diakon Günther Vossler freut sich über Sven Lüngen. Darauf, mit ihm fortan die Verantwortung zu teilen und auf einen Mann „mit neuen Ideen und Vorschlägen“. Und auch Birgit Eitle, Vorsitzende der Mitarbeitervertretung, begrüßte Sven Lüngen freundlich. Beeindruckt hat sie das hohe Tempo, das der neue Geschäftsführer vorlegt und auch ein Paket an Wünschen seitens der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hatte sie im Gepäck.

Am Ende des Grußwortreigens oblag es dem Begrüßten, sich seinerseits vorzustellen. Sven Lüngen verstand es vortrefflich, die Entwicklung des Alexander-Stifts vom Anfang in Bessarabien hin zum Jetzt in ein Wirken von Generationen zu packen. So stehe die erste Generation für die Zeit in Bessarabien, die zweite für die Wieder-Gründung nach dem Krieg in Neufürstenhütte und die dritte unter Vossler für den Ausbau des Alexander-Stifts mit seinen Gemeindepflegehäusern in die Größe wie sie heute vorliegt. Er, Lüngen, leite nun die vierte Generation des Alexander-Stifts ein, deren Aufgabe es nun sei die positive Entwicklung weiterzupflanzen und die Angebote für Senioren innerhalb der Diakonie Stetten zu bündeln.

Der Diakonie Stetten dankte er für den Rückhalt. Konsolidierung bedeutet für Lüngen, „Strukturen für die Zukunft zu entwickeln“. Und bei allem nach vorne schauen, will er Kraft auch aus der Geschichte des Alexander-Stiftes schöpfen. Das Herz der Arbeit ist der Blick auf die Bewohner: „Wir müssen das Alexander-Stift von den Bewohnern her denken.“ Keine leichte Aufgabe, aber eine schöne, „ich glaube, es wartet ne Menge auf mich“, und seine Augen leuchten dabei.

geschrieben von B.Hardtke am 30.04.2010 um 00:00 Uhr.


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