Aktuelles
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Von Schleierohreulen und Nachbarschaftsschülern
Besondere Besuche im Berglener Alexander-Stift
Hier lässt es sich wohl sein – die Schleierohreule im Berglener Alexander-Stift.
Berglen - Ob es der wohlige Essensgeruch oder die wohnliche Atmosphäre war – keiner weiß es genau. Dieser Tage jedenfalls hatte das Berglener Alexander-Stift einen Besuch der besonderen Art.
Das war eine echte Überraschung. Für Bewohner, Besucher und Mitarbeiter. Unbeobachtet suchte sie sich ein Plätzchen mit Überblick. Im Speisesaal - oben auf dem Küchenschrank und um dieses noch zu toppen, auf der Grünpflanze. Leicht verdeckt durch den Essens-Gong saß sie da still und unbewegt, eine weißgefederte Schönheit, durch nichts aus der Ruhe zu bringen. Hin und wieder mit den Augen blinzelnd, beäugte sie aufmerksam das Servieren des Frühstücks, das Mittagsgebet, den Koch und das Geklapper des Geschirrs, die Gespräche der Bewohner, die Diskussionen der Mitarbeiter.
Doch, doch, der eine oder andere hatte das – bis zu diesem Tag allerdings höchst unauffällige Getier entdeckt. „Haben Sie“, so wurden die Bewohner gefragt, „das Stofftier auf dem Küchenschrank schon gesehen? Jetzt arbeite ich schon zwei Jahre hier. Ist mir noch nie aufgefallen. Sieht hübsch aus.“
Nein, weder aus Stoff noch ausgestopft, sondern quicklebendig verzauberte das gesamte Berglener Alexander-Stift an jenen Tagen eine Schleierohreule. Die bis zu diesem Zeitpunkt völlig Unbekannte, inzwischen aber vielfach Fotografierte, sorgte für ein Wochenende bester Unterhaltung. Menschenfreundlich und zugewandt wie sie war, ließ sich die Schleierohreule äußerst ungern und auch entgegen ihres persönlichen Willens nur von einem NaBu-Vertreter dazu bewegen, die hoch geschätzten Räumlichkeiten wieder zu verlassen.
Ebenfalls für gute Unterhaltung, aber ganz anderer Art, sorgten die Schülerinnen und Schüler der achten Klasse der Nachbarschaftsschule. Von Januar bis Juli verbrachten sie – an jedem Dienstagnachmittag, im Rahmen ihres Sozialpraktikums Zeit im Gemeindepflegehaus, um mit Bewohnern zu reden, spazieren zu gehen, Mensch ärger dich nicht zu spielen, Waffeln zu backen und und und… „Ihr seid super klasse! Herzlichen Dank für Eure Ideen und alles Einbringen“, bedankte sich Heimleiterin Gabriele Schmakeit bei Melanie, Sophie, Sven, Peter, Timo, Sabrina, Svenja, Jessica, Kai, Nadja, Daniel und Saskia für deren tolles Engagement.
geschrieben von har am 22.07.2010 um 10:28 Uhr.
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