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Plädoyer für eine würdevolle Pflege und die Wertschätzung des Pflegeberufes

Sozialministerin Dr. Monika Stolz zu Besuch im Kirchberger Alexander-Stift

Plädoyer für eine würdevolle Pflege und die Wertschätzung des Pflegeberufes

















Baden-Württembergs Gesundheits- und Sozialministerin, Dr. Monika Stolz, informierte sich vor Ort im Alexander-Stift in Kirchberg an der Murr.
V.l.n.r. Kristina Baumstark, Heim- und Pflegedienstleitung, Werner Schäfer, Bessarabiendeutscher Verein „Heimatausschuss Lichtental“, Pfarrer Rainer Hinzen, Vorstandsvorsitzender der Diakonie Stetten, Sozialministerin Dr. Monika Stolz, MdL, Frank Hornek, Bürgermeister, Norbert Barthle, MdB, Günther Vossler, Geschäftsführer des Alexander-Stifts (rechts).


Kirchberg an der Murr. „Es ist für mich sehr wichtig, dass wir solche Einrichtungen vor Ort kennenlernen und hören, was Sie beschäftigt und welche Erfahrungen Sie machen“, betonte Baden-Württembergs Gesundheits- und Sozialministerin Dr. Monika Stolz (CDU) zu Beginn ihres Vortrages zum Thema „Zukunft der Pflege“ im Kirchberger Alexander-Stift.
Die bevorstehende Bundestagswahl machte es möglich. Gemeinsam mit dem CDU-Bundestagsabgeordneten Norbert Barthle stattete die Ministerin dem Alexander-Stift einen Besuch ab, um sich vor Ort über die Themen, Erfahrungen und Probleme in einem Pflegeheim ein Bild zu machen. Beim Rundgang durch das Haus gaben Geschäftsführer Günther Vossler und Heim- und Pflegedienstleitung Kristina Baumstark daher nicht nur Einblicke ins Konzept und den Tagesablauf einer Hausgemeinschaft, auch kritische Themen kamen eingehend zur Sprache.
Die demografische Entwicklung hat uns fest im Griff. In den kommenden 25 Jahren wird sich die Zahl der pflegebedürftigen Menschen in Baden-Württemberg verdoppeln. Damit verbunden ist: Auch die Anzahl der an Demenz Erkrankten „wird sich enorm steigern“, unterstrich Dr. Monika Stolz zu Beginn ihres Vortrages. „Mir ist es ganz wichtig, bei all den Konzepten, die es gibt, dass wir den Menschen das Signal geben, dass sie in der Phase des Lebens, in der sie viel Hilfe benötigen, nicht allein gelassen werden… dass sie würdig begleitet, versorgt und gepflegt werden. Die Art und Weise wie wir mit pflegebedürftigen Menschen umgehen, ist für mich auch ein Gradmesser für die Menschlichkeit in unserer Gesellschaft“, betonte die Sozialministerin.
Die Finanzierung der Pflegeversicherung müsse auf demografiefeste Füße gestellt werden, zudem müsse man weg von der Minutenpflege. Mit Blick auf den Bund sei dies eine wichtige Aufgabe für die nächste Legislaturperiode. Hinzu komme, so die Ministerin weiter, dass mehr für die Wertschätzung von Pflegeberufen getan werden müsse.
Dem pflichtete Pfarrer Rainer Hinzen, neuer Vorstandsvorsitzender der Diakonie Stetten, bei. „Ich freue mich dass Ihnen der Maßstab des Menschlichen wichtig ist. Denn es kommt nicht auf die formalen Regelungen an, sondern, dass es für die Menschen gut ist. Ich freue mich, über die Wertschätzung, den Mitarbeitenden im Pflegeberuf gegenüber. Und ich freue mich darüber, dass Sie hierher kommen. Das Konzept anschauen, nach den Menschen schauen und zuhören.“ Dass des Volkes Meinung ihr wichtig ist, davon zeugte auch die anschließende Diskussion.

geschrieben von Birgit Hardtke am 24.09.2009 um 13:44 Uhr.


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