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Die Verbindung zu den Bessarabiendeutschen bleibt

Die Verbindung zu den Bessarabiendeutschen bleibt



















Fanden beim Bundestreffen der Bessarabiendeutschen Zeit für ein Gespräch: Dr. Jan Wittig, Bundespräsident Horst Köhler, Hanns-Lothar Förschler und Günther Vossler.


Bereits seit längerem besteht zwischen den Bessarabiendeutschen und der Diakonie Stetten eine gute Verbindung. „Wir konnten Hanns-Lothar Förschler für unseren Aufsichtsrat gewinnen, wo er seit einiger Zeit stellvertretender Vorsitzender ist und uns mit sachkundigem Rat beigestanden ist. Und Dr. Jan Wittig, der Vorsitzende des Verwaltungsrats der Diakonie Stetten, hat uns als Rechtsanwalt bei der komplizierten Fusion der früheren drei bessarabischen Vereine zu einem einzigen Verein sehr geholfen. Da ist Vertrauen gewachsen. Dabei ist uns bewusst geworden, dass wir gleiche Überzeugungen vertreten im Blick auf Sinn und Bedeutung der Diakonie. Wir haben uns als Brüder erkannt“, betonte Pastor Arnulf Baumann in seiner Festpredigt. „Die Verbindungslinien zu den Bessarabiendeutschen werden nicht gekappt, aber wir werden die schwere Last der Verantwortung nicht mehr allein zu tragen haben, sondern können sie in stärkere Hände übergeben. Ein Weg ist beschritten, der in die Zukunft weist und in die Zukunft führt.“ Dem pflichtete der Verwaltungsratsvorsitzende der Diakonie Stetten, Dr. Jan Wittig, bei: „Diese guten Sachwalter wollen wir auch in Zukunft sein. Und dies nicht nur im wirtschaftlichen Sinne. Das bedeutet insbesondere, dass uns seitens der Diakonie Stetten auch zukünftig die Bewahrung der Verbindung zum Bessarabiendeutschen Verein wichtig bleiben wird, wie wir die geschichtliche Herkunft des Alexander-Stifts aufnehmen und nicht etwa irgendwelche Wurzeln kappen wollen. Wir wissen uns zu sorgfältigem Umgang mit dem, was über viele Jahrzehnte gewachsen ist und von überaus fähigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern entwickelt wurde, verpflichtet.“
Dass über die Jahre eine gute und vertrauensvolle Bindung gewachsen ist, an deren Fortbestand beide Seite großes Interesse haben, davon zeugte auch jüngst das Bundesstreffen der Bessarabiendeutschen, an dem Hanns-Lothar Förschler und Dr. Jan Wittig als Vertreter der Diakonie Stetten teilnahmen. Alle zwei Jahre findet dieses im Forum in Ludwigsburg statt und in diesem Jahr wurde das 38. Bundestreffen mit dem Motto „Unvergessenes Bessarabien“ für viele zum unvergesslichen Erlebnis. Denn Bundespräsident Horst Köhler folgte der Einladung des Bessarbiendeutschen Vereins und kam mit Ehefrau Eva Luise zum Bundestreffen nach Ludwigsburg. „Ich bin heute, wie Sie wissen, nicht allein als Bundespräsident bei Ihnen, sondern zugleich als Deutscher einer Familie aus Bessarabien. Es ist auch diese meine Herkunft, die mich bewogen hat, Ihre freundliche Einladung anzunehmen.“ Unter Beifallsstürmen trat Bundespräsident Horst Köhler ans Rednerpult und hielt eine packende Rede. Er zeichnete den Weg der Bessarabiendeutschen nach, schlug einen Bogen zu aktuellen Themen und ließ gekonnt seine eigene Familiengeschichte mit einfließen. Doch Köhler hat nicht nur eine Gnadengabe für klare Worte, er hat auch eine glücklich Hand im Umgang mit Menschen. Offenheit und Anteilnahme zeichnen ihn aus, ihn interessiert, was die Menschen bewegt. Dies wurde beim anschließenden Empfang mehr als deutlich. Und hätte es das Protokoll erlaubt, wäre er bestimmt gerne noch länger geblieben.

geschrieben von Birgit Hardtke am 09.06.2008 um 14:09 Uhr.


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