Gemeindepflegehaus Mundelsheim

 

Aktuelles

Aktuelles

Bauen für Demente heißt Räume mit Gefühl und Stimme schaffen

Gestaltungspreis der Gradmann-Stiftung fürs Alexander-Stift – Preisverleihung in Stuttgart

Bauen für Demente heißt Räume mit Gefühl und Stimme schaffen


















Preisverleihung (von links): Herbert Rösch, Vorstand Gradmann-Stiftung, Britta Kerstingjohänner, Architektin, Monja Boschet, Heimleitung Alexander-Stift Weinstadt-Schnait, Karl Eisenmann, Architekt, Renate Zwecker, Hauswirtschaftsleitung Alexander-Stift Weinstadt-Schnait, Günther Vossler, Vorstand Alexander-Stift und Sibylle Heeg, Demenz Support Stuttgart.


„Bauen für Demente heißt, nicht nur funktional zu bauen, sondern Räume zu bauen, die ein Gefühl, eine Stimme haben“, so Herbert Rösch vom Vorstand der Stuttgarter Gradmann-Stiftung. Für sein Gemeindepflegehaus in Weinstadt-Schnait hat das Alexander-Stift nun einen Gestaltungspreis für „Vorbildliche Milieugestaltung für Menschen mit Demenz“ erhalten.
Alle zwei Jahre vergibt die Stuttgarter Erich und Liselotte Gradmann-Stiftung einen Preis für die vorbildliche Gestaltung von Wohn- und Pflegebereichen für Menschen mit Demenz. Durch einen bundesweit ausgeschriebenen Wettbewerb sollen gelungene Beispiele der Umsetzung des milieutherapeutischen Ansatzes prämiert werden.
Insgesamt 18 Einrichtungen aus dem gesamten Bundesgebiet, davon sechs aus Baden-Württemberg, stellten sich in diesem Jahr dem Urteil der Juroren. Die Jury bestand aus: Herbert Rösch, Vorstand Gradmann-Stiftung Stuttgart, Dipl. Ing. Sibylle Heeg, Demenz Support gGmbH Stuttgart, Hede Trede-Kretschmar, Richard Bürger Heim Stuttgart, Prof. Dr. Ing. Heinzpeter Schmieg, Technische Universität Dresden, Dr. med. Jan Wojnar, Pflegen & Wohnen Hamburg und Dr. Peter Messmer, Sozialministerium Baden-Württemberg. Vergeben wurden vier Anerkennungen und drei gleichrangige Preise.
Ausgezeichnet wurden Einrichtungen, die Wohn- und Pflegebereiche in Bezug auf die speziellen Bedürfnisse von Menschen mit Demenz konzipiert, den milieutherapeutischen Ansatz überzeugend umgesetzt und den Einfluss der baulichen Umgebung auf Befinden und Verhalten der Bewohner beobachtet und dokumentiert haben. Von besonderer Bedeutung waren hierbei folgende Aspekte wie Förderung von Wahrnehmung und Orientierung, Vermittlung von Sicherheit und Geborgenheit, Anregung und regulierte Stimulation, Kompetenzerhaltung, Förderung von Autonomie und Kontrolle, Förderung von sozialen Kontakten und Erhaltung des Bezugs zum bisherigen Lebenszusammenhang (Normalität und Alltagsnähe).
„Die bauliche Konzeption für das Alexander-Stift in Weinstadt-Schnait ist geprägt von der innerörtlichen Lage, der spezifischen Wohn- und Betreuungsform und der integrierten Belegung. Es ist gelungen, auf dem engen Grundstück einen gut funktionierenden Grundriss für eine Hausgemeinschaft mit 11 Bewohnern zu entwickeln, für die – unter Normalbedingungen – Präsenz organisiert werden kann ... Das Projekt Alexander-Stift zeigt eine gute Lösung für eine gemeindenahe stationäre Versorgung und kleinräumige Wohnformen bei integrierter Belegung ...“, so das Urteil der Jury zur Preisverleihung.
Das Gemeindepflegehaus in Weinstadt-Schnait verfügt über 33 stationäre Pflegeplätze verteilt auf drei Hausgemeinschaften mit je 11 Pflegeplätzen. Es ist das erste Haus des Alexander-Stifts, das nach dem Hausgemeinschaftskonzept geführt wird. Es hat Modellcharakter für die weiteren Gemeindepflegehäuser, die nach dem Hausgemeinschaftsmodell gebaut und geführt werden. Auch in Ludwigsburg-Eglosheim, in Rechberghausen, in Kirchberg/Murr und in Korb befinden sich derzeit Gemeindepflegehäuser des Alexander-Stifts im Bau.

Info:
Zum Thema: Stationäre Pflege – die bessere Alternative ?! lädt das Alexander-Stift zur Gesprächsrunde auf Mittwoch 14. November, 19 Uhr, ins Bürgerhaus Weissach im Tal, Welzgraben 8, in Unterweissach, ein. Unter der Moderation des Redakteurs Matthias Nothstein diskutieren Dr. Peter Messmer, Ministerium für Arbeit und Soziales, Wilfried Klenk, MdL, sozialpolitischer Sprecher der CDU Landtagsfraktion, Dr. med. Walter Fischer, geriatrische Rehaklinik Welzheim, Rudolf Thoma, pflegender Angehöriger einer Alzheimerpatientin, Martina Zoll, Geschäftsführung Diakoniestation Weissacher Tal, Heike Stadelmann, Pflegedienstleitung Diakoniestation Weissacher Tal und Günther Vossler, Vorstand Alexander-Stift. Im Anschluss an die Gesprächsrunde wird zu einem regen Gedankenaustausch bei einem kleinen Imbiss eingeladen.

geschrieben von Birgit Hardtke am 12.11.2007 um 11:28 Uhr.


[zur Übersicht]

[ nach oben ]     [ Druckansicht ]

 


Dem Altwerden ein Zuhause geben

Alexander-Stift - Wohnen und Pflegen