Aktuelles
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Lebensbaum soll das Andenken bewahren
Würdevoller Abschied von Verstorbenen im Alexander-Stift
Pfarrer Heinrich Kuttler und Hobbykünstler Klaus Thiem
Allmersbach.
Die Kultur eines würdevollen Abschieds von Verstorbenen ist ein wichtiger Bestandteil im Pflegeleitbild des Alexander-Stifts. Nun wurde am Totensonntag im Alexander-Stift Allmersbach im Rahmen eines Gottesdienstes ein „Lebensbaum“ seiner Bestimmung übergeben.
„Wir wollten unseren verstorbenen Bewohnern über das Jahr hinweg ein würdiges Andenken bewahren und den Mitbewohnern und den Pflegekräften eine feste Einrichtung bieten, die Toten zu betrauern“, berichtet Heimleiterin Anita Nickel, die zusammen mit Pfarrer Heinrich Kuttler, dem Seelsorger für das Alexander-Stift, die Idee eines „Lebensbaumes“ entwickelt hatte. So erinnerte Pfarrer Kuttler in seiner Predigt zum Totensonntag an das biblische Symbol des „Baum des Lebens“, der alle, die im Vertrauen auf Gott leben, auf das ewige Leben hoffen lässt.
Mit einer gefällten Esche, die nun den Stamm des Lebensbaums bildet, nahm alles seinen Anfang. Umgesetzt wurde das Projekt von Klaus Thiem, früher beruflich und noch immer ehrenamtlich mit dem Alexander-Stift in Allmersbach verbunden. Ohne Entgelt fertigte er in viermonatiger Arbeit bei zum Teil frostigen Temperaturen in der heimischen Scheuer ein über zwei Meter großes Kunstwerk mit hoher Symbolkraft.
Sofort ins Auge fällt das satte Grün der Baumkrone. Grün als Zeichen des Lebens und des Wachstums, für Christen aber auch die hoffnungsvolle Farbe der Auferstehung. Hölzerne Blätter in Herbstfarben zieren die Baumkrone, ein jedes trägt ein Bild eines Verstorbenen des letzten Jahres.
Diese Blätter wurden nun im Rahmen des Gottesdienstes den anwesenden Hinterbliebenen überreicht, als Zeichen des ehrenden Gedenkens.
geschrieben von har am 26.11.2009 um 10:51 Uhr.
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