Aktuelles
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Soli deo Gloria – Gott allein die Ehre
Alexander-Stift weihte neu gestalteten Altarraum und Truhenorgel ein
Wie wohl-klingend Violine und Orgel anmuten, davon zeugten Philipp Kuttler und Violine Mirjam Scheider.
„Das Evangelium Gottes, die Verkündigung geschieht nicht nur über das Wort, sondern auch über die Musik“, betonte Günther Vossler, Vorstand des Alexander-Stifts, sichtlich bewegt. Und es hätte treffender nicht sein können. Im Rahmen der Adventsrüstwoche wurde nun in Neufürstenhütte der neu gestaltete Altarraum samt Orgel mit einem festlichen Konzert-Gottesdienst im Alexander-Stift eingeweiht.
„Mütter göttlichen Segens“ hatte Pfarrer Heinrich Kuttler zum Thema der diesjährigen Adventsrüstwoche im Alexander-Stift in Neufürstenhütte gewählt. Tiefgründig und fundiert beleuchtete Kuttler bei den täglichen Bibelarbeiten nicht nur das Leben von Sara, Rebekka, Hanna und Maria, sondern auch deren Bedeutung und Beispiel für die Lebendigkeit, die Hoffnung und die Beständigkeit im Glauben. Welch Krönung war denn auch die Einweihung des neu gestalteten Altarraums und vor allem der neuen Truhenorgel im Rahmen der Rüstwoche. Denn man könnte die Orgel an sich auch sehr wohl als die Mutter der Kirchenmusikinstrumente bezeichnen.
Einzig unter den Tasteninstrumenten gehört sie bereits seit über 2000 Jahren zu den altehrwürdigsten Musikinstrumenten der Erde. Das Prinzip, nachdem die Orgel funktioniert, hat sich über die vielen Jahre hinweg kaum geändert. Welch Klangcharakter dem Instrument entlockt werden kann, hängt wesentlich vom Können des Spielers ab. Denn die Beherrschung dieses „Apparates“ in allen seinen vielen Aspekten erfordert ein perfektes Zusammenspiel von Augen, Verstand, Händen und Füßen. Eben auch deshalb, weil sich jedes Instrument, da eingepasst und abgestimmt auf das jeweilige Gotteshaus und den zu beschallenden Klangraum, vom anderen unterscheidet.
Nun ziert eine Orgel mit 229 Pfeifen, viereinhalb Registern und einem 16-Fuß-Pedal den neu gestalteten Altarraum im Alexander-Stift in Neufürstenhütte. Gut zehn Jahre diente das Instrument dem passionierten Fautspacher Orgelbauer Reinhart Tzschöckel. Er hat es auch selbst gebaut. Sein Sohn Friedrich baute die Truhenorgel nun fest in den Altarraum des Alexander-Stifts ein, erweitert durch große Basspfeifen fürs musikalische Fundament und klanglich auf die bestehende Räumlichkeiten angepasst.
Wie wohlklingend Violine und Orgel sowie Konzertgitarre und Orgel anmuten, davon zeugten der Allmersbacher Philipp Kuttler, Violine, die Stuttgarter Musikstudentin Katie Lonson, klassische Gitarre und Mirjam Scheider an der Orgel. Für Mirjam Scheider, die in Heidelberg Kirchenmusik studiert und als Organistin der Kirchengemeinde Großerlach seit Jahren auch regelmäßig ihren Dienst im Alexander-Stift versieht, ist die neue Orgel ein echte Bereicherung. Nicht nur für die Hausgottesdienste, auch für so manche konzertante Veranstaltung im Haus.
geschrieben von Birgit Hardtke am 06.12.2007 um 10:01 Uhr.
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