Gemeindepflegehaus Mundelsheim

 

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Lebenswegzaun der Urbacher Töpferfrauen

Die Gruppe ist immer aktiv, dieses Mal im Gemeindepflegehaus des Alexander-Stifts und seiner Bewohner

Lebenswegzaun der Urbacher TöpferfrauenAnhand der Ideen-skizzen erläutert Gretel Egelhof die Motive des Lebenswegzauns.










Die Urbacher Töpferfrauen sind aus dem Gemeindeleben nicht mehr wegzudenken. Stets aktiv in ihrer Töpferwerkstatt im Schloss, immer auf der Suche nach neuen Herausforderungen, um den Ort zu verschönern und das Gemeinwohl zu bereichern. Nun waren das Gemeindepflegehaus des Alexander-Stifts und dessen Bewohner an der Reihe.
Und da hatten sich die Töpferfrauen denn auch etwas ganz besonderes ausgedacht. Einige Zeit ging man damit ganz schön schwanger, gestand Gretel Egelhof, aber dann zündete der Funke. Der Verlauf des Lebens stand Pate. „Die Erde ist rund, die Eizelle ist rund, das ganze Leben in seiner Fülle, also steht bei uns für den Anfang die Kugel. Das Leben dreht und wendet sich aufwärts, oft auch auf verschlungenen Pfaden. In der Mitte des Lebens, vielleicht ist man an seinem Höhepunkt angekommen und viele Wünsche haben sich erfüllt. Manches spitzt sich auch spontan zu, mögen uns unsere Engel über diesen Spitzen begleiten. Es darf mit den Jahren dann alles wieder in ruhigeren Gewässern schwimmen, alles darf sich ruhiger drehen, so wie das Leben uns gelassener und dankbarer werden lässt. Zuletzt das Schneckenhaus, in das man sich auch im Alter nicht verkriechen soll. Nein, es soll eine schützende Hülle sein wie dieses Haus, aus dem man seine Fühler immer wieder ausstrecken kann.“ Diesen Leitgedanken folgend gestalteten die älteren Töpferfrauen daraufhin einen Lebenswegzaun, der nun den Aufgang zum Gemeindepflegehaus ziert. Die einzelnen Stationen sind mit kleineren und größeren Elementen verbunden, sie symbolisieren die Überraschungen, die das Leben bereithält. Für die Farbgestalten orientierten sich die Töpferfrauen am blauen Schriftzug des Alexander-Stiftes. Blau, die Farbe des Himmels, der Meere, der Treue; Grün, die Farbe der Hoffnung, der Natur, der Wiesen und Wälder.
Die Gruppe jüngerer Töpferfrauen, man höre und staune, das Altersspektrum der Töpferfrauen reicht von 40 bis 80 Jahre, widmete sich intensiv der Gartenverschönerung. Auf dem Weg durch den Garten kommen Bewohner und Besucher nun vorbei an einer Hühner-, Igel- und Vogelfamilie, an Zwergen und Pilzen, einem Frosch, einer lachenden Sonne, an verschiedenen Kugeln und Tafeln beschrieben mit inhaltstiefen Sprüchen. Der aufmerksame Betrachter bemerkt zudem am Gartenzaun rund um den Teich zahlreiche aufgefädelte Ketten und Stangen mit verschiedensten Tonelementen unterschiedlichster Farben. Entstanden sind diese Elemente an mehreren gemeinsamen Töpfernachmittagen im Gemeindepflegehaus mit Bewohnern und den Töpferfrauen. “Gerne denke ich an diese Nachmittage zurück. Eine Bewohnerin, die sich als Künstlerin im Verzieren zeigte, erzählte uns, dass sie früher Stickerin gewesen sei und viel mit Nadel und Faden zu tun hatte. Andere Bewohner taten sich schwer, mit Ton zu arbeiten und wir motivierten sie, in dem wir sagten, Ton sei ähnlich wie Hefe oder Mürbeteig. Mit viel Hingabe der Bewohner entstanden so ganz individuelle kleine Kunstwerke“, erläuterte Heike Müller. Bürgermeister Hetzinger zeigte sich begeistert ob dem großen Engagement der Töpferfrauen. „Das sind die Kleinode, die wir in unserer Gemeinde haben.“ Und Heimleitung Margit Boschet war von Herzen gerührt. „Wir sind stolz, dass unser Pflegeheim in einer solchen Gemeinde integriert ist, wo es Frauen gibt, die so künstlerisch begabt sind, die Zeit haben für andere, die einen Blick haben für den Nächsten, die Senioren und auch den Mitarbeitern Freude schenken und die hier bei uns Herzenswünsche erfüllen.“

INFO Alexander-Stift: Wünsche werden wahr ....
Positiver Resonanz - Laufzeit wird verlängert

Seit 22. Oktober läuft das Projekt Wünsche werden wahr des Alexander-Stifts in den Gemeinden Rudersberg und Urbach. Mitarbeiter der Gemeindepflegehäuser hatten Herzenswünsche der Bewohnerinnen und Bewohner gesammelt und aufgeschrieben. In den Rathäusern sowie in örtlichen Geschäften stehen Wunschbäume. An diesen Wunschbäumen hängen Postkarten , auf denen jeweils ein Herzenswunsch vermerkt ist. Wer einen Wunsch erfüllen möchte, nimmt eine Karte, setzt sich mit dem Gemeindepflegehaus in Verbindung und vereinbart einen Termin. Sollte ursprünglich die Aktion bis 16. November laufen, wird sie nun aufgrund der positiven Resonanz und auf Wunsch der Beteiligten um vier Wochen verlängert. Bis zum 14. Dezember bleiben die Wunschbäume aufgestellt und können Herzenswunsch-Karten gezogen werden .

geschrieben von Birgit Hardtke am 19.11.2007 um 09:14 Uhr.


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Dem Altwerden ein Zuhause geben

Alexander-Stift - Wohnen und Pflegen